Fräswissen

CNC-Nesting: Verschnittoptimierung und G-Code in einem Durchgang

Wer mehrere Teile aus einer Platte fräst oder lasert, verschenkt ohne Nesting bares Material: Jedes Teil einzeln zu platzieren kostet Zeit, und von Hand bleibt selten die dichteste Anordnung übrig. Nesting (Verschnittoptimierung) übernimmt das Puzzeln automatisch.

Der klassische Weg braucht dafür zwei Werkzeuge: erst ein reines Nesting-Programm, das die Anordnung berechnet, dann der Export und ein CAM-Programm für den G-Code. step2gcode kombiniert beides: Die Anordnung und der fertige G-Code entstehen in einem einzigen Durchgang. Nach unserer Recherche (Stand Juli 2026) ist es das einzige kostenlose Browser-Werkzeug, das STEP-Import mit integrierter Verschnittoptimierung kombiniert.

So geht es in step2gcode

  1. Mehrere Dateien gleichzeitig hochladen (DXF, SVG und STEP gemischt) oder „Mehrere Teile anordnen" öffnen.
  2. Je Teil die Stückzahl festlegen.
  3. Plattengröße, Teileabstand und Rand angeben.
  4. Anordnen lassen: step2gcode platziert die Teile platzsparend, bei Bedarf mit 90-Grad-Drehung.
  5. Das Ergebnis in der Vorschau prüfen und den G-Code für alle Teile als einen Job herunterladen.

Warum kombiniert besser ist als der Zwei-Tool-Weg

Kurz beantwortet: Weil der Zwischenexport entfällt und damit die typischen Fehlerquellen. Beim klassischen Weg wandert die genestete Anordnung als neue Datei ins CAM, wo Maßstab, Einheiten oder Konturzuordnung brechen können und jede Änderung der Stückzahl den ganzen Ablauf neu startet.

Im kombinierten Durchgang bleibt die Zuordnung erhalten: Jedes Teil behält seine Bearbeitungen (Konturen, Taschen, Bohrungen), Haltestege und Parameter gelten für den ganzen Job, und eine geänderte Stückzahl ist ein Klick statt einer neuen Export-Import-Runde.

Die STEP-Besonderheit: Nesting mit echten Tiefen

Reine Nesting-Tools arbeiten mit flachen Umrissen. step2gcode nestet auch STEP-Teile, und die bringen ihre Tiefeninformationen mit: Taschen und Bohrungen bleiben je Teil erhalten und landen mit im G-Code. So lassen sich auch Teile mit unterschiedlichen Bearbeitungen gemeinsam auf einer Platte fertigen.

Was das Nesting kann und was nicht

Die Anordnung nutzt echte Formverschachtelung mit optionaler 90-Grad-Drehung und einstellbarem Abstand, keine simple Rechteck-Packung. Grenzen gibt es trotzdem: Wer das letzte Prozent Materialausnutzung mit freien Drehwinkeln herausquetschen will, ist bei spezialisierten Nesting-Programmen wie Deepnest richtig, muss den G-Code dann aber wieder getrennt erzeugen.

Direkt ausprobieren

STEP-, DXF- oder SVG-Datei hochladen, Werkzeug und Material wählen, G-Code herunterladen. Ohne Installation, ohne CAM-Einarbeitung.

Jetzt G-Code erzeugen

Weiterlesen