stl2step baut aus einem STL- oder 3MF-Netz wieder einen Volumenkörper: Aus den Dreiecken werden exakte Ebenen, Zylinder, Kegel und Verrundungen, aus deren Verschneidung echte Kanten entstehen. Was herauskommt, ist eine STEP-Datei mit analytischen Flächen — kein in einen Körper gehülltes Netz, sondern Geometrie, mit der ein CAD rechnen kann und auf der sich weiterarbeiten lässt: bemaßen, eine Passung ändern, eine Tasche ergänzen, das Teil auf die Maschine geben.
Warum überhaupt zurückrechnen? Weil das Netz – ein STL oder ein 3MF – oft alles ist, was noch da ist: Ein Kunde schickt eins, ein Lieferant rückt die Quelle nicht heraus, das Teil stammt aus einem Downloadportal, oder die CAD-Datei ist zwei Rechner her und niemand findet sie noch. Der übliche Ausweg ist, das Teil von Hand nachzukonstruieren: jeden Durchmesser am Netz abgreifen und neu zeichnen. Mit Übung geht das zügig — aber es ist Handarbeit, sie wiederholt sich bei jedem Teil, und jedes abgegriffene Maß ist geschätzt. stl2step misst die Maße aus dem Netz und braucht dafür Sekunden.
Am besten passt der Dienst zu 2,5D-Teilen, die einmal im CAD konstruiert wurden und heute nur noch als Netz im Umlauf sind. Genau das ist der Normalfall in den 3D-Druck-Portalen wie Printables, Thingiverse oder MakerWorld: Halterungen, Adapter, Deckel, Konsolen und Vorrichtungen sind in Fusion 360, Onshape oder FreeCAD entstanden — veröffentlicht wurde aber nur das STL oder 3MF für den Slicer, und die STEP-Datei liegt beim Autor, wenn es sie überhaupt noch gibt. Solche Teile bestehen aus genau den Formen, die stl2step zurückrechnet: ebene Flächen, senkrechte Bohrungen, Fasen, Verrundungen entlang der Kanten. Aus dem Druckmodell wird so wieder ein Körper, an dem sich bemaßen, anpassen und fräsen lässt — aus dem Teil aus PLA wird eines aus Aluminium.
Jede Datei wird gegen ihr Netz zurückgeprüft, und die größte gemessene Abweichung steht im Ergebnis, in Millimetern. Damit ist vor dem Download entschieden, ob das Teil für deine Fertigung genau genug ist — statt eines Versprechens steht dort eine Zahl.
Das Werkzeug lädt in dieser Ansicht ohne JavaScript nicht. Öffne www.step2gcode.com/stl2step im Browser und ziehe deine STL- oder 3MF-Datei in das Feld.
| Flächenart | Erkannt an | Maß im Bericht |
|---|---|---|
| Ebene | Fläche ohne Krümmung | Fläche in mm² |
| Zylinder | Bohrung, Zapfen, Rundung einer Wand | Durchmesser |
| Kegel | Senkung, Fase, Bohrgrund, Kegelzapfen | voller Öffnungswinkel in Grad |
| Torus | Verrundung entlang einer Kante | Rohrradius (das Zeichnungsmaß) |
| Freiform | wird nicht rekonstruiert | facettierter Körper statt exakter Flächen (Beta) |
Die hochgeladene Datei wird zur Rekonstruktion verarbeitet und danach nicht aufbewahrt; das Ergebnis liegt höchstens 24 Stunden auf dem Server und wird dann gelöscht. Verarbeitet wird in Deutschland. Es gibt keine Registrierung und keine Installation.
Ja, das sind dieselben Begriffe für dieselbe Sache. „Mesh to solid" ist der Name in den CAD-Systemen (Fusion 360 nennt es „Mesh to BRep", SolidWorks „Convert mesh to solid"); „STL to STEP", „3MF to STEP" und „mesh to STEP" beschreiben denselben Weg über die Dateiformate: Aus einem Dreiecksnetz wird wieder ein Volumenkörper mit Flächen, an denen sich messen und weiterkonstruieren lässt.
Das ist der Fall, für den der Dienst am besten passt. Die meisten dieser Teile wurden im CAD konstruiert und nur als STL oder 3MF veröffentlicht — sie bestehen aus ebenen Flächen, Bohrungen, Fasen und Verrundungen, also genau aus dem, was stl2step wieder in exakte Flächen zurückrechnet. Damit lässt sich ein Druckmodell im CAD weiterbearbeiten: Maße prüfen, eine Bohrung an das eigene Gewinde anpassen, das Teil aus Aluminium fräsen statt aus PLA drucken. Zwei Dinge dazu: Die Lizenz des Modells bleibt die des Autors — was du damit machen darfst, steht dort und nicht bei uns. Und rein gewachsene oder gescannte Modelle (Figuren, Büsten, Reliefs) haben keine solchen Flächen; die bekommen den facettierten Körper.
Wenn die Quelldatei noch existiert, ist sie immer der bessere Weg — eine Rekonstruktion holt nur zurück, was im Netz steht, keine Konstruktionsabsicht. Oft gibt es sie aber nicht mehr: Kundendatei, Lieferantenteil, Downloadportal, verlorener Rechner. Dann bleibt das Nachzeichnen von Hand: machbar und mit Übung auch schnell, aber Handarbeit bei jedem Teil, und jedes abgegriffene Maß ist eine mögliche Fehlerquelle. stl2step misst die Maße aus dem Netz und weist die Abweichung aus.
Wenn das Teil aus geometrischen Grundformen besteht: ja. stl2step erkennt Ebenen, Zylinder, Kegel und Verrundungen, verschneidet sie zu exakten Kanten und schreibt daraus einen Volumenkörper. Bei Freiformflächen und rohen 3D-Scans gibt es diese Flächen nicht. Solche Netze werden trotzdem nicht abgelehnt: Sie bekommen einen facettierten Körper (Beta) — eine STEP-Datei, die jedes CAD öffnet, brauchbar als Referenz, für boolesche Operationen und zum Nachmodellieren, aber ohne exakte Durchmesser. Was daran vom Netz abweicht, wird gemessen und genannt.
Die größte Abweichung zwischen dem gebauten Körper und deinem Netz wird gemessen und im Ergebnis genannt. Bei sauber konstruierten Teilen liegt sie typischerweise im Bereich von Tausendstel-Millimetern; darüber wird die Datei weiterhin geliefert, aber mit der Abweichung ausgewiesen, damit du selbst entscheiden kannst.
Ein Konverter verpackt die Dreiecke; jede Facette bleibt eine eigene Fläche. stl2step ersetzt sie durch die Fläche, die sie beschreiben — eine Bohrung wird wieder ein Zylinder mit Durchmesser, eine Fase wieder ein Kegel mit Winkel.
Ja. Enthält die Datei mehrere getrennte Körper, wird das Netz in seine Schalen zerlegt, jeder Körper einzeln rekonstruiert, und die STEP-Datei enthält sie als getrennte Solids.
Eine STEP-Datei trägt keinen Feature-Baum. Ist das Teil eine Extrusion, fällt daneben seine Kontur als DXF ab: Skizze plus Dicke, damit sich das Teil im CAD wieder parametrisch aufbauen lässt. Sie ist ein Zusatz, kein Ersatz, und kostet nichts extra.
Wie bei step2gcode: Hochladen, Diagnose und Bau sind frei, abgerechnet wird erst der Download. Das erste Modell ist kostenlos, danach kostet ein Modell einen Credit — ohne Abo. STEP-Körper und DXF-Kontur gehören zum selben Teil und zählen zusammen einmal.